Funktionsdiagnostik

Manuelle Funktionsdiagnostik vom Kiefergelenk

Funktionsdiagnostik bei Patientin

Erst durch die Ergebnisse der manuellen Funktionsdiagnostik kann der Kieferorthopäde die Therapieplanung so gestalten, dass die Kiefergelenke von der langjährigen Behandlung profitieren und Folgeschäden vermieden werden.

Mit der manuellen Funktionsdiagnostik können mit Hilfe eines Screening-Tests die Kiefergelenkfunktionen schnell u. effektiv überprüft werden. Bedenkt man, dass ca. 25 %-30% der Jugendlichen u. ca. 70 % der Erwachsenen ein vorgeschädigtes Kiefergelenk aufweisen, so ist diese Untersuchung schon alleine aus forensischen Gründen unerlässlich. Besonders Patienten mit Deckbiss (Kl. II 2) sind hiervon häufig betroffen. Bei Patienten mit einer partiellen oder subtotalen Diskusvorverlagerung mit Repositionsmöglichkeit im ersten Bewegungsdrittel ist bei noch vorhandenem Wachstum und Kl II Anomalie auch eine therapeutische Indikation gegeben.

Bei einigen Erwachsenen mit Deckbiss ist sogar dann noch eine erfolgreiche Therapie möglich, wenn der Diskus nach 1-2 mm bereits reponiert. Komprimierte Kiefergelenke sollten in der Regel prothetisch behandelt werden. Hierbei ist eine Bisserhöhung zum Kompressionsausgleich sowie begleitende Physiotherapie indiziert.

Bei auffälligen Kiefergelenkfunktionen und bei allen erwachsenen Patienten lassen wir den Befund der manuellen Funktionsdiagnostik durch magnetresonanztomografische Aufnahmen = MRT (Praxis Dr. Sens, FFM) überprüfen. Nur mit der MRT können Form und Funktion des Kiefergelenkes und Lage des Diskus exakt bestimmt werden. Pathologische Veränderungen werden hierdurch bildgebend erfasst.

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