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Dr. Gerhard Polzar , Büdingen

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Lingualtechnik

Lingualtechnik in situ

Patient mit Lingualtechnik
(von aussen nicht sichtbar)

Was ist Lingualtechnik und welche Vorteile hat diese Technik?

Bei der Lingualtechnik sitzen die Brackets auf der Zahninnenseite und sind somit nicht sichtbar. Die Lingualtechnik eignet sich besonders zur Behandlung von schwerwiegenden Deckbissen und für Extraktionsfälle,  bei denen der Patient eine unsichtbare Spange wünscht.


Welche Nachteile hat Lingualtechnik?

Mit der Lingualtechnik ist jedoch die Feineinstellung der Zähne äusserst kompliziert und zeitaufwendig. Eine anschliessende Therapie mit Invisalign ist oftmals das ideal gewünschte Behandlungskonzept. Durch die Lingualtechnik ist die Aussprach in den ersten 6 bis 12 Wochen beeinträchtigt. Die Krafteinwirkungen auf die Zähne können nicht so exakt koordiniert werden, wie mit anderen Behandlungstechniken. Lingualtechnik ist immer mit einem hohen Kosten- und Zeitfaktor verbunden. Sowohl die Behandlungsdauer am Zahnarztstuhl, als auch die gesamte Behandlungszeit, sind wesentlich länger als bei anderen Techniken. Die Indikationsstellung sollte sehr sorgfältig ausgewählt werden.


Welche neuen Verfahren gibt es bei der Lingualtechnik?

Durch neue technische Verfahren zur Herstellung von therapeutischen Set-ups und mit "heisser Roboterhand" vorgeformte thermoelastische Bögen ergeben sich in der Lingualtechnik bessere Anwendungsmöglichkeiten und ein besserer Komfort für den Patienten. Gleichzeitig werden nur noch 3-4 Bögen je Kiefer benötigt, was dem Behandlungskomfort des Patienten entgegenkommt. Die einwirkenden Kräfte sind ebenfalls gering und damit für den Patienten verträglicher als früher.

Die aufwendigen Vorarbeiten hierzu werden von einem externen Labor gefertigt. Unser Kooperationspartner ist die Firma TOP-Lingualtechnik. Das Behandlungssytem wurde vom Kollegen Dr. Wiechmann entwickelt und gilt heute als erfolgreichstes System der Lingualtechnik, in Europa.

Die Lingualtechnik ist kostenintensiver als die Behandlung mit Invisalign oder Multiband. Die externen Laborkosten sind relativ teuer, was letztlich den Kostenunterschied zur "normalen MB-Behandlung" ausmachen kann (8000-16000 €).

Nachfolgende Behandlungsbeispiele geben einen Eindruck über die Möglichkeiten der Therapie mit Lingualtechnik:

                                                            1. Kreuzbiss
                                                                 
2. Deckbiss
                                                                         3. Nichtanlage                                                                 

Wenn Sie noch mehr über dieses System wissen wollen, schauen Sie sich doch die Behandlungsbeispiele in der Internetseite von TOP oder Dr. Wiechmann an. Die beeindruckenden Behandlungen mit sehr aufwendig hergestellten Morphing-Clips können Sie hier die Zahnbewegungen zur Einordnung in den Kiefer mitverfolgen! Ein wirklich sehenswertes Feature!

www.lingualtechnik.de

„Lingual heisst auf Deutsch soviel wie „zungenseitig“ und mit Lingualtechnik ist die Korrektur von Zahnfehlstellungen durch feste Zahnspangen, welche auf der Innenseite der Zähne  befestigt werden, gemeint.
Immer mehr erwachsene Patienten unterziehen sich einer kieferorhtopädischen Behandlung. Gerade bei dieser Patientengruppe sind die Anforderungen im ästhetichen Bereich sehr hoch und prägen verstärkt  die Ansprüche der kieferorthopädischen Therapie.


Geschichte der Lingualtechnik

Ende der 70er Jahre behandelte der kalifornische  Kieferorthopäde Dr. Craven Kurz die ersten Patienten mit einer derartigen „unsichtbaren“ Apparatur , wobei er normale Brackets auf die Lingualseite der Zähne klebte.
Er erzielte bei leichteren Fällen auch bereits gute Ergebnisse.
Allerdings gab es Probleme, die genaue Positionierung der Brackets auf der Zahninnenseite ist wesentlich schwieriger als auf der Zahnaussenseite. Das exakte Biegen des Drahtes aufgrund der unterschiedlichen Zahndicken (welche auf der Aussenseite keine Rolle spielen) ist äußerst kompliziert. Gleichzeitig aber ist  Präzision oberstes Gebot, sollen doch die Behandlungszeiten kurz und die Ergebnisse optimal sein.
Ormco, eine Firma die Brackets produziert, rief ins Leben, dass sich eine Arbeitsgemeinschaft  bestehend aus sieben Kieferorthopäden zusammen tat um die Lingualtechnik weiter zu entwickeln und eigene Lingualbrackets herzustellen. Die ersten Lingualbrackets (Generation # 1) der Firma Ormco gingen 1976 in Produktion.
Unabhängig davon entwickelte der Japaner K. Fujita in Fernost ein selbstständiges Bracketsystem.
1986 behandelten tausende von Kieferorthopäden weltweit lingual.
Die Apparaturen waren noch nicht weit genug ausgereift und die Behandlungen von Anfängerfehlern gekennzeichnet, so dass viele Kieferorthopäden feststellen mussten, dass sie  die Kontrolle über die Zähne verloren und eine Nachbehandlung von der Aussenseite der Zähne notwendig wurde.
Die Lingualtechnik wurde einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, bevor sie ausgereift war.
1990 stellte Ormco das Bracket der Generation # 7 vor.
Mitte der 90er Jahre bildeten sich weltweit Gesellschaften für linguale Orthodontie. Unter anderem der deutsche Kieferorthopäde Dr.Wiechmann war einer derjenigen, der die Lingualtechnik bedeutend weiter entwickelte. Seither hat es ständig Verbesserungen gegeben.
Neue Materialien, neue Verfahrenstechniken, neue Brackets sowie neue Techniken zur Platzierung der Brackets  wurden  entwickelt.



Welche neuen Verfahren gibt es bei der Lingualtechnik?

Die Firma T.O.P. Service für Lingualtechnik  existiert seit 1997 und hat sich seitdem zu einem der führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Lingualtechnik entwickelt.
Seither hat es ständig Verbesserungen gegeben. Modernste computergestützte  Technologien ermöglichen die Herstellung einer vollständig individuellen lingualen Apparatur. Durch die mit „heisser Roboterhand“ vorgeformten thermoelastischen Bögen, welche aussehen wie Pilze deshalb wird diese Technik auch Mushroomtechnik genannt, ergeben sich in der Lingualtechnik  bessere Anwendungsmöglichkeiten und ein besserer Komfort für den Patienten. Gleichzeitig werden nur noch 3-4 Bögen je Kiefer benötigt, was dem Behandlungskomfort des Patienten entgegenkommt. Die einwirkenden Kräfte sind ebenfalls geringer geworden und somit  für den Patienten verträglicher als früher.
Die Firma T.O.P. ist auch unser Kooperationspartner, das Behandlungssystem,  welches von dem Kollegen Dr. Wiechmann aus Bad Essen entwickelt wurde, gilt heute als erlogreichstes System der Lingualtechnik in Europa und erlangt schon intercontinentale Bedeutung.



Indikationen der Lingualtechnik

Die Lingualtechnik eignet sich besonders zur Behandlung von schwerwiegenden Deckbissen und für Extraktionsfälle, sie ist jedoch auch für andere Behandlungsfälle geeignet, wenn gleich es für diese auch nennenswerte Alternativen gibt, wie z.B. die Invisalign – Technik der Fa. Align Technologie. 
Trotz weiterentwickelter Technik ist die linguale Spange nicht für jeden Patienten geeignet.Wer seine Zähne nachlässig oder zu selten säubert dem empfehlen wir die zungenseitige Korrektur nicht, denn das Zähneputzen erfordert große Sorgfalt. Sonst bildet sich aus Essensresten dort, wo die Brackets befestigt sind, Karies.
Die Indikationsstellung sollte sehr sorgfältig ausgewählt werden.


Vorteile der Lingualtechnik 

Bei der Lingualtechnik  sind die Brackets auf der Zahninnenseite befestigt und somit nicht sichtbar, was ein großer Vorteil für dieses Verfahren ist. Damit verbunden ist natürlich der psychologische Effekt einer „unsichtbaren Zahnspange“.


Nachteile der Lingualtechnik

Letztendlich lässt sich jeder Zahn heute von lingual bewegen allerdings die Belastungen für den Patienten sowie der Aufwand für den Behandler sind aber nicht mit der labialen Multibandtechnik  oder mit Invisalign vergleichbar. Die Nachteile einer lingualtechnischen Behandlung bestehen für den Kieferorthopäden vor allem in einem aufwändigeren Laborprozess und der für den Behandler anspruchsvolleren Behandlungsführung. Die Behandlung mit Lingualtechnik nimmt für den Kieferorthopäden wesentlich mehr Zeit in Anspruch.
Durch die Lingualtechnik ist die Aussprache in den ersten 6 bis 12 Wochen beeinträchtigt , weiterhin können Probleme beim  Essen und Irritationen der  Zunge auftreten.


Behandlungs – Kosten der Lingualtechnik

Die Lingualtechnik ist kostenintensiver als die Behandlung mit Invisalign oder Multiband. Die externen Laborkosten sind relativ teuer, was letztlich den Kostenunterschied zur „normalen MB-Behandlung ausmachen kann (8000-16000 €).

Weitere Info-Links zum Thema Lingualtechnik:

Lingualtechnik-Homepage Prof. Polzar

Lingualtechnik u. Invisalign

 

Lingualtechnik A-Z

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Der Inhalt dieser Seiten wurde am 31.07.2014 letztmalig aktualisiert. Diese Seite wird von keiner Firma und keiner Organisation unterstützt und erlaubt keine Werbung. Autor der Informationen ist. Prof. Dr. Gerhard Polzar (KKU) Kieferorthopäde.