Der 35 Jahre alte Patient störte sich an seiner deutlichen Frontzahnlücke (Diastema mediale) und dem frontal offenen Biss. Nach Kürzung des Oberlippenbändchens (Frenektomie) konnte mit der Invisalignbehandlung begonnen werden.
Behandlungsdauer 11 Monate
nachher
Die eigene Wahrnehmung des Gegenübers spielt einem so manchen Streich. So ist es, dass Neurophysiologen folgendes festgestellt haben: Hat ein Mensch ein sichtbares Diastema im Oberkiefer, so teilt das Gehirn die Information des Gesichtsanblickes in eine rechte Hälfte und in eine linke Hälfte. Das heisst, die zwei Gesichtshälften werden nicht als ein Ganzes zusammengefügt. Es entsteht somit ein unvollkommener oder geteilter, zwiegespaltener Eindruck. Eine kieferorthopädische Korrektur wirkt auf die Gesichtsästhetik und das Erscheinungsbild sehr vorteilhaft und gewinnend.
offener Biss Frontzahnlücke
vorher
gedrehte Oberkiefer Frontzähne
Frontzahn-Engstand
nachher Patient nach 48 Wochen Behandlung mit Invisalign und 24 getragenen Schienen.
Der offene Biss beeinträchtigt die Sprache und führt häufig zum fehlerhaften Aussprechen der S-Laute, man nennt das Lispeln oder auch Sigmatismus. Der Behandler muss unterscheiden, ob der offene Biss durch eine fehlerhafte Zungenfunktion verursacht wird, atypisches oder viscerales Schlucken, ob der offene Biss skelletal bedingt ist oder einfach eine Zahnfehlstellung vorliegt. Je nach Ursache des offenen Bisses richtet sich die Therapie, wobei die Patienten mit atypischem, visceralem Schlucken die schlechteste Prognose und nur Aussicht auf Erfolg haben, wenn das fehlerhafte Schluckmuster umtrainiert wird. Bei diesem Patienten war die Ursache eine Zahnfehlstellung und ein tiefliegendes Lippenbändchen, daher war die Prognose äusserst günstig.
Der Inhalt dieser Seite wurde am 12.03.12 letztmalig aktualisiert. Diese Seite wird von keiner Firma und keiner Organisation unterstützt und erlaubt keine Werbung. Autor der Informationen ist. Prof. Dr. Gerhard Polzar (KKU) Kieferorthopäde.