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Kiefergelenkdiagnostik

Kieferorthopädische Kiefergelenkdiagnostik mit MRT - Magnetresonanztomographie

Was ist ein MRT?:

Ein MRT ist eine Magnetresonanztomographische Aufnahme, bei der durch Induktion starker Magnetfelder die Bipolaren Wasseratome in ihrer Schwingungsrichtung beeinflusst werden. Durch das pulsierende ausschalten des Magnetfeldes entstehen ein magnetisches Resonanzfeld welches mit Hochleistungscomputern gemessen werden kann.
 

Welche Vorteile hat ein MRT:

Beim MRT wird der Patient keiner Röntgenstrahlung ausgesetzt. Die  Aufnahmen gelten als absolut ungefährlich.

Während durch die Röntgendiagnostik vornehmlich nur harte Substanze, wie Knochen dargestellt werden, ist es bei der MRT-Diagnostik genau umgekehrt. Weiche, besonders Wasserhaltige Gewebe werden sichtbar. Die MRT eignet sich besonders gut zur Kiefergelenksdiagnostik.

ANATOMISCHE STRUKTUREN DES KIEFERGELENKS

AUFNAHMEEBENEN

MRT-Diagnostik wird in drei Raumebenen aufgenommen:
in der Parasagittalen, der Paracoronalen und in der Transversalen.

Parasagittale Aufnahme

Die Parasagittale Aufnahme ist die häufigste und wichtigste Aufnahmeebene. Sie geht durch die Kondylarachse, von lateral nach medial. Es werden Aufnahme in drei verschiedenen UK-Positionen gemacht. Diese Aufnahmeebene ist wichtig bei der Herstellung von VIDEO-MRT´s.

Erste Aufnahme in maximaler habitueller Zentrik

Zweite Aufnahme in 2-4mm Anteposition und leichter Disclusion. Dies kann die angestrebte neue “therapeutische” Zentrik sein (Wachsbiss)

Dritte Aufnahme in submaximaler Anteposition mit ca. 6mm Bisssperre (Wachsbiss)

Paracoronale Aufnahme

Die Paracoronale Aufnahme gibt z. B. Kiefergelenkkompressionen und Kondylusarthrosen gut wieder. Ebenso können Diskusperforationen und laterale oder mediale Diskusverlagerungen deutlich gemacht werden.

gesunde Kiefergelenke

vordere Schnittebene

mittlere Schnittebene

erkrankte Kiefergelenke

mediokraniale Kondyluskompression

lateral verlagerter Diskus

linkes Kiefergelenk

Kondyluskompression
craniale Kiefergelenkkompression

Kondylusarthrose

rechtes Kiefergelenk

Transversale Ebene

Bei Aufnahme der Transversalen Ebene kann man Lage und anatomische Variation des KG-Köpfchens, Kondylarachsen in der horizontalen Ebene sowie Lage und degenerative Veränderungen des Diskus artikularis gut erkennen.

Diagnostik eines frakturierten Diskus mit totaler anteriorer Verlagerung

Frakturspalt

Frakturspalt

Video – MRT

Da viele Gelenkanomalien erst durch die Bewegung sichtbar werden, ist es häufig erforderlich ein Video-MRT herzustellen. Hierbei werden Funktionsstörungen besonders gut sichtbar.

Beispiel MRT Video, Mundöffnung rechts (linkes Bild) mit totaler Diskusverlagerung ohne Reposition, links (rechtes Bild) mit dorsal abgeflachtem Diskus und subtotaler Diskusverlagerung mit Reposition.

Wissenschaftliches Poster MRT-Diagnostik

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Der Inhalt dieser Seite wurde am 23.11.12 letztmalig aktualisiert. Diese Seite wird von keiner Firma und keiner Organisation unterstützt und erlaubt keine Werbung. Autor der Informationen ist. Prof. Dr. Gerhard Polzar (KKU) Kieferorthopäde.