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Das Ziel der Distraktionsosteogenese im Unterkiefer ist die Beseitigung eines Engstandes, nicht durch Extraktion, sondern durch Knochengewinnung. Die Mandibula wird kieferchirurgisch median getrennt. Der entstehende Kallus wird mit einer lingual-dental verankerten Apparatur gedehnt. Vor dem chirurgischen Eingriff wird diese mit Bändern an den Zähnen 34 und 44, sowie an den Zähnen 36 und 36 verankert. Die Kraftübertragung erfolgt über eine lingual positionierte Schraube, die vom Patienten selbst nach einem festgelegten Plan gedreht wird. Durch die linguale Positionierung der Schraube ist die chirurgische Durchtrennung der Mandibula von vestibulär unter optimalen Sichtverhältnissen möglich. Gleichzeitig ist von vornherein sichergestellt, dass die Unterkieferhälften sich nicht unkontrolliert etwa in der horizontalen Ebene intraoperativ verschieben. Zusätzlich werden temporär zwei transgingivale Schrauben in den Unterkiefer inseriert, die vom Vestibulum zugängig und sichtbar sind. Sie befinden sich jeweils 15 mm subinzisal, zwischen den Wurzeln der Zähne 33-32 und 43-42. Sie dienen als Messpunkte und werden nach erfolgter Distraktion entfernt. Die Dehnapparatur wird bis zum Zeitpunkt der Verknöcherung des Kallus in Situ belassen.
Als Messpunkte dienen:
1. Die mesialen Kanten der Dehnschraubenmutter 2. Die distalen Enden der transgingivalen Schrauben
Hierbei wird jeweils der transversale Abstand gemessen.
Die Messungen erfolgen zweimal wöchentlich mit einer digitalen Schieblehre.
Das Ergebnis der Messungen eines Beispielfalles werden im Diagramm durch unterschiedliche Säulen wiedergegeben.
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